Herzlich Willkommen

 

Ewald Förschler

Neues Jahr, neue Losung

Gedanken von Pfarrer Ewald Förschler

 Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des

lebendigen Wassers umsonst

Es geschieht. Hinterher denkt man: „Wir haben alles vorbereitet. Wir wussten genau, wie alles ablaufen soll. Es hat auch alles geklappt. Aber da ist etwas geschehen, das uns überrascht hat.“ Wenn es so war, dann hat ein Ereignis stattgefunden, etwas, das sich ins Gefäß des von Menschen Gemachten gelegt hat.

So etwas geschah am 1. Weihnachtstag 2017. Pfarrer, Organist, Chorleiter, Kirchendiener haben alles vorbereitet für einen besonderen Gottesdienst in der Kirche in Weiler. Alles war aufeinander abgestimmt. Dann geschah das, was niemand von uns geplant oder gedacht hat. Der Kirchenchor von Buchenberg und der Posaunenchor aus Weiler haben gemeinsam am Abendmahl teilgenommen. Ich hatte für diesen Anlass die Schlusssworte für die Teilnehmenden nicht vorbereitet. Ich wollte die Situation auf mich wirken lassen. Bei dieser Schlussrunde bekam ich eine Gänsehaut! Die Sängerinnen und Sänger, die Bläserinnen und Bläser stehen Hand in Hand um den Altar herum, gerahmt vom strahlenden Weihnachtsbaum und der schön gestalteten Krippenlandschaft. Auch wenn ich einen Schlussspruch vorbereitet hätte – er hätte nicht gepasst. So stellte ich mich in den Kreis und sah in die Runde. Ich war innerlich bewegt und erfreut. Ich meinte zu merken, dass allen klar wurde, was das hier bedeutet. Wenn ich gesagt hätte: „Hier – in diesem Moment – wird uns allen etwas Großes geschenkt!“, hätten alle meinen Worten zugestimmt. Ich fand meine Worte im Psalm 96. So sagte ich: „Singt und spielt dem Herrn ein neues Lied. Warum? Weil er Wunder tut. Das ist eine schöne Aufgabe, dass Ihr mit euren Stimmen und Instrumenten unseren Gott lobt.“ Ob es gleich ein Wunder war, was geschah, wage ich nicht zu behaupten. Aber wunderbar möchte ich doch gelten lassen. Es war wunderbar, dass die beiden Chöre gemeinsam das Abendmahl empfangen haben, sich die Hände gaben und in Frieden weitergingen.

Wir brauchen Geschehnisse, die uns zu Ereignissen werden. Dann sind sie ein Quelle, aus der wir leben können. Dann können wir uns in durstigen Zeiten erinnern und innerlich Kraft, Mut und Hoffnung schöpfen. „Das Ereignis vom 1. Weihnachtstag 2017“ ist für mich zu einer lebendigen Quelle der Gemeinschaft und der Gemeinsamkeit geworden auf dem Weg, den unsere beiden Gemeinden Weiler und Buchenberg miteinander gehen. Dieses Ereignis ist ein Geschenk Gottes auf dem gemeinsamen Weg. Als wollte Gott uns allen auf diesem Weg zurufen: „Wenn ihr mir vertraut, dann liegt das Beste immer vor euch, niemals hinter euch.“

Ereignisse, die uns geschehen, sind wie eine sprudelnde Quelle in uns. Sie versiegt niemals. Jeder einzelne Mensch, jede Beziehung zwischen Menschen, jede Gesellschaft, jede Nation, ja, die Welt hat solche Ereignisse erleben dürfen, die ihnen zur inneren sprudelnden Quelle geworden sind und bleiben. Damit das so bleibt, braucht es die Erinnerung. Sie ist der Ort, in dem unsere Seele lebendig bleiben kann. Ohne Erinnerung an lebendige Ereignisse, die uns geschahen, verdurstet die Seele jedes einzelnen, jeder Beziehung zwischen Menschen, jeder Gesellschaft, jeder Nation und der ganzen Welt. Beseelt leben geht nur mit einem lebendigen Inneren.

Der Worte der Jahreslosung 2018 gehen große Worte voraus. Sie sind für sich genommen schon ein Ereignis: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und der selbst, Gott mit ihnen (=Immanuel), wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Diese Worte sind wahr und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.  Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21,3-6.)

Das größte Vertrauen, das ein Mensch geben kann, ist das Vertrauen in die Worte, die zu ihm gesprochen werden. Wenn wir es den verfolgten Christen von damals gleich tun und diesen Worten vertrauen, werden sie uns zur lebendigen Quelle auf durstigen Wegstrecken. Diese sind ausführlich aufgeführt.

Was wäre eine lohnende Aufgabe im Jahr 2018? Diesem Wort trauen „Ich mache alles neu!“ und festhalten, wo ER Neues hat ereignen lassen in meinem Leben. Und dieses Ereignis dann als lebendige Quelle in meiner Seele festmachen.

„Das Ereignis vom 1. Weihnachtstag 2017“ geht als von Gott gewirktes Neues mit ins Jahr 2018. Dafür können wir schon jetzt dankbar sein.

Ich wünsche uns allen ein Ereignis reiches Jahr 2018.

Ihr Pfarrer

Ewald Förschler


 

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